Kalaha

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Kalaha
Art: Brettspiel, Strategiespiel
Spieleranzahl: 2
Ort: überall
Material: Kalaha-Brett und Spielsteine (Bohnen), notfalls Papier und Stift ODER in der Sandkiste
Dauer:
Vorbereitung:
Ein Kalaha-Spielbrett
Ein Kalaha-Spielbrett

Kalaha (auch Mancala, Bohnenspiel) ist ein einfaches Brettspiel für zwei Spieler.

Material

Original wird gespielt mit:

  • einem Kalaha-Spielbrett aus Holz (mit 14 Mulden)
  • 36 Spielsteine (Bohnen, Samen, Körner)

Alternativ kann auch auf einem Papier-Spielfeld gespielt werden oder auf einem in einer Sandkiste oder am Boden gegrabenen Spielfeld.

Spielbrett

Das Kalaha-Spielbrett besteht aus zwei Muldenreihen mit jeweils sechs Spielmulden. Außerdem befindet sich an jedem Ende eine größere Gewinnmulde, auch Kalah genannt, welche im Laufe der Partie die gefangenen Samen aufnimmt. Jedem Spieler gehören die sechs Spielmulden auf seiner Seite des Bretts und die rechts von ihm gelegene Gewinnmulde.

Kalaha-Spielregeln

Vorbereitung

Zu Beginn des Spiels werden alle Spielmulden mit jeweils drei oder mit jeweils vier Samen gefüllt. Gewöhnlich beginnt der letzte Sieger das neue Spiel.

Ziel

Das Ziel des Spiels ist es, mehr Samen zu sammeln als der Gegner. Da es nur 36 Samen gibt, reichen 19, um dies zu erreichen. Da es eine gerade Anzahl an Samen gibt, ist ein Unentschieden möglich, wenn beide Spieler am Ende 18 Samen ihr Eigen nennen.

Die Runden der Spieler bestehen darin, die Samen in den Mulden zu bewegen. Wenn ein Spieler an der Reihe ist, wählt er eine seiner Spielmulden, nimmt ihren Inhalt und verteilt ihn gegen den Uhrzeigersinn in die darauf folgenden Mulden. Dabei wird in jede Mulde, außer in die gegnerische Gewinnmulde, ein Samen gelegt.

Extra-Runde

Wenn der letzte Samen in der eigenen Gewinnmulde landet, gewinnt der aktive Spieler eine Extra-Runde (oder: Bonus-Zug). Dies kann der Spieler auch mehrmals wiederholen und darf dann jeweils weiterspielen.

Fangen

Wenn der letzte Samen in einer leeren Spielmulde des aktiven Spielers landet und direkt gegenüber in der gegnerischen Mulde ein oder mehrere Samen liegen, sind sowohl der letzte Samen als auch die gegenüberliegenden Samen gefangen und werden zu den eigenen Samen in die Gewinnmulde gelegt.

Spielende

Das Spiel endet, wenn nach einem Zug alle Spielmulden eines Spielers leer sind. Der andere Spieler leert seine Spielmulden ebenfalls und legt die Samen in seine Gewinnmulde. Gewinner ist, wer die meisten Samen in seiner Gewinnmulde hat.

Varianten

Anstatt mit drei Samen kann auch mit vier, fünf oder sechs Samen pro Mulde gespielt werden. Dadurch wird das Spiel wesentlich anspruchsvoller. Informatiker untersuchten auch andere Brettgrößen mit eins bis sechs Steinen je Mulde. Eine weitere Variante ist Cross-Kalah, die von dem Amerikaner W. Dan Troyka im Jahr 2001 erfunden wurde.

Weblinks