Mafia

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Mafia
Art: Diskussions- und Denkspiel, ruhiges Spiel
Spieleranzahl: mindestens 8
Ort: beliebig
Material: ein kleiner Zettel pro Spieler
Dauer: je nach Spieleranzahl, ca 10-15 Minuten pro Runde
Vorbereitung: Beschriften der Zettel mit Rollen

Mafia, machmal auch Palermo genannt, ist ein Diskussions- und Ratespiel. Ein sehr ähnliches Spiel ist Werwölfe vom Düsterwald. Es ist ein ruhiges Spiel und funktioniert nur dann gut, wenn jeder fair spielt. Es wird ein Spielleiter benötigt, interessant wird das Spiel ab etwa 10 Mitspielern.

Material

Es werden beschriftete Zettel mit den Rollen benötigt, dazu eignen sich auch Spielkarten. Zur Not geht es aber auch ohne.

Regeln

Vorbereitung

Alle Spieler setzen sich in einem Kreis auf. Der Spielleiter teilt die Zettel mit den Rollen aus. Jeder Spieler ist entweder ein gesetzestreuer Dorfbewohner oder ein Mafioso. Die braven Dorfbewohner sind deutlich in der Überzahl, nur etwa jeder Vierte ist bei der Mafia. Natürlich erfährt niemand, wer bei welchem Team ist. Die Zettel bleiben als Beweis verdeckt bei den Spielern.

Stehen keine Zettel zur Verfügung, kann der Spielleiter auch um den Kreis gehen und den von ihm ausgewählten Mafioso auf den Rücken klopfen.

Danach beginnt der Spielleiter die erste Spielrunde zu moderieren:

Spielrunde

Es ist Nacht im Dorf, alle Spieler schlafen ein (schließen die Augen).
Nun wacht die Mafia auf.

Alle Mafiosi öffnen die Augen. Durch Gesten oder Schauen, jedenfalls möglichst geräuschlos, bestimmen diese ein Opfer, das in dieser Nacht ermordet werden soll. Hat man sich geeinigt, fährt der Spielleiter fort:

Es wird wieder Tag im Dorf. Alle wachen auf. Nur nicht [Name], der wurde in der Nacht von der Mafia ermordet.

Der betroffene Mitspieler ist ausgeschieden und darf ab sofort nicht mehr mitspielen. Keinesfalls darf er jedenfalls noch sprechen und damit Hinweise auf seine Mörder geben (immerhin ist er ja tot).

Die erschrockenen und verärgerten Dorfbewohner rufen sofort einen Dorfrat ein. Das gesamte noch lebende Dorf (also brave Dorfbewohner und Mafia gemeinsam) diskutiert, wer den Mord verübt haben könnte. Die Spieler müssen sich mehrheitlich auf einen Kandidaten einigt. Dieser wird ins Gefängnis gesteckt. Anschließend wird es wieder Abend, die nächste Spielrunde beginnt ...

In jeder Runde wird also ein Dorfbewohner von der Mafia eliminiert und eine Person ins Gefängnis gesteckt (kann ein Dorfbewohner sein, oder auch ein Mafioso). Gewonnen hat die Gruppe, die am Ende übrig bleibt. Eliminierte oder inhaftiere Personen dürfen natürlich nicht mehr aktiv mitspielen, also auch keine Tipps geben und mitreden.

Varianten

Wird es zu leicht oder zu einfach, kann man folgendes variieren:

  • Die Anzahl der Mafiosi kann erhöht oder verringert werden.
  • Ob Inhaftierte bekanntgeben, ob sie ein Mafioso oder unschuldiger Dorfbewohner waren. Dass die ermordeten unschuldige Dorfbewohner sind, ist ja anzunehmen (allerdings gibt es keine Regel, dass die Mafia nicht unter Umständen eine Racheaktion in ihren eigenen Reihen durchführen darf!)
  • Man kann auch weitere Figuren einführen: etwa einen Detektiv, der in der Nacht (vor dem Mord) jeweils einen Mitspieler nach Wahl untersuchen kann und dabei (geheim, durch Gesten) vom Spielleiter erfährt, ob dieser Mafioso oder unschuldiger Dorfbewohner ist. Der Detektiv gehört zu den Guten. Er sollte im Dorfrat aktiv mitdiskutieren und seine Informationen den anderen vermitteln. Dabei muss er aber aufpassen, seine Person nicht zu verraten, da die Mafia natürlich Detektive nicht sehr gut leiden kann! Eventuell sollte er auch nach seinem Ableben nicht bekannt geben dürfen, dass er Detektiv war.

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