Action Game

Aus Spielewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche


Action Game
Art: Geländespiel
Spieleranzahl: beliebig
Ort: typischerweise im Freien
Material: nach Bedarf
Dauer: beliebig, meist länger (1-2 Stunden)
Vorbereitung: umfangreicher

Ein Action Game ist eine Möglichkeit, ein umfangreicheres Geländespiel zu gestalten.

Material

Das benötigte Material hängt vom konkreten Spiel, insbesondere von den ausgewählten Stationen ab. In vielen Fällen wird ein Übersichtsplan benötigt, wo alle Stationen eingezeichnet sind.

Ablauf

Grundidee eines Action Games ist folgende: Die Teilnehmer (die typischerweise in Gruppen antreten) müssen eine Aufgabe lösen. Um dies zu erreichen, werden sie von Station zu Station geschickt, allerdings ohne vorab den genauen Ablauf zu kennen. Sie können die Stationen frei anlaufen, es gibt keine (offensichtliche) Reihenfolge (das Spiel ist also kein "Stationenlauf"). Allerdings gibt es letztlich eine Reihenfolge, in der die Stationen absolviert werden müssen, da viele Stationen auf den Ergebnissen anderer Stationen aufbauen. Um eine Station zu absolvieren, kann es notwendig sein, dass die Teilnehmer eine Aufgabe zu lösen; dies wird typischerweise an die Spielgeschichte angepasst. Viele Stationen werden zweimal angelaufen, da beim ersten Mal die Vorbedingungen noch nicht erfüllt, und die Teilnehmer erfahren diese ja erst an der Station direkt. Die Aufgabe wird erst beim zweiten Mal gestellt, wenn die Station wirklich absolviert wird; es kann aber auch (oder nur dann) beim Abfragen der Information, was die Vorbedingungen für diese Station sind, bereits eine Aufgabe gestellt werden.

Dazu ein einfaches Beispiel mit 4 Stationen:

  • Die Aufgabe lautet, eine bestimmte Tür zu öffnen; die Tür ist offensichtlich abgeschlossen, der Schlüssel nicht vorhanden.
  • Es bestehen drei Stationen: ein Schlüsselmacher, die Erzmine und ein Schmied
  • Die Teilnehmer können alle Stationen frei anlaufen. Absolvieren können Sie die Stationen allerdings nur in der korrekten Reihenfolge:
  • Da die Tür verschlossen ist, werden die Teilnehmer zum Schlüsselmacher gehen; dieser benötigt für seine Arbeit allerdings einen Metallrohling. Dieser wiederum erhalten die Teilnehmer beim Schmied, der dafür Erz aus der Mine benötigt. Die "korrekte" Reihenfolge in diesem Fall ist also: Tür->Schlüsselmacher->Schmied->Erzmine->Schmied->Erzmine
  • Bei der Erzmine müssen mehrere Erzklumpen (Steine) ausgegraben werden, die in einer Mine (Sandkiste) vergraben sind.
  • Beim Schmied wird aus dem Erz der Metallrohling geformt; falls möglich, kann hierzu wirklich etwas geschmiedet werden, oder es wird eine andere (dazu passende Aufgabe gelöst), worauf hin der Schmied den Rohling aushändigt
  • Beim Schlüsselmacher wiederum ist ebenfalls eine Aufgabe zu lösen, um an den fertigen Schlüssel zu kommen.
  • Mit dem Schlüssel kann die Tür geöffnet werden: die Aufgabe ist erledigt!

Variationsmöglichkeiten

"Grundlegende" Stationen (wie im Beispiel die Erzmine) können an sich in beliebiger Reihenfolge angelaufen werden; im Prinzip auch dann schon, wenn noch überhaupt nicht klar ist, ob und warum die Ressource benötigt wird. Allerdings können solche Stationen auch zur Verwirrung der Teilnehmer eingebaut werden; so können etwa die Aufgaben der Gruppen variiert werden, so dass nicht alle Teilnehmer alle Ressourcen benötigen.

Idealerweise befinden sich die Stationen ein wenig voneinander entfernt. Dann sollte ein Übersichtsplan zur Verfügung stehen, auf dem alle Stationen mit sprechendem Namen eingezeichnet sind. Dieser Plan kann auch mehr Stationen eingezeichnet haben, als tatsächlich zur Verfügung stehen - damit wissen die Teilnehmer nicht von Anfang an, da noch nicht bekannt ist, welche Stationen tatsächlich zu absolvieren sind.

Es muss vorab geklärt sein, wie mit mehreren teilnehmenden Gruppen umgegangen wird. Können diese die Stationen zeitgleich absolvieren? Starten diese hintereinander mit einem gewissen Zeitabstand? Bekommen sie leicht unterschiedlich Aufgaben, d.h. müssen sie die Stationen letztlich in einer anderen Reihenfolge absolvieren?